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PR im Social Web

Die klassische PR erlebt mit Kommunikation im Social Web eine Renaissance. Marie-Christine Schindler, PR-Beraterin und Autorin zweier Bücher zum Thema Social Media, zeigte Wege und Mittel, wie PR-Schaffende neue und alte Kommunikationsinstrumente erfolgreich verknüpfen.

Nicht nur das Filet, sondern die ganze Sau verwerten
Mit der Wahl des Themas und der Referentin traf der Vorstand ins Schwarze: Über 100 Mitglieder der BPRG wollten sich Marie-Christine Schindler zu „PR im Social Web“ nicht entgehen lassen. Sie wurden für ihr Kommen belohnt: Marie-Christine Schindler schaffte es, alle abzuholen: Diejenigen, die den Begriff Twitter nur vom Hörensagen kennen genauso wie diejenigen, die mit ihren Tweets mehrere Hundert oder Tausend Follower erreichen. Sie zeigte eindrücklich auf, welche Revolution durch das Internet und Social Media im Moment im Gang ist. Und was das für PR-Schaffende schon heute bedeutet. Insbesondere drei Aussagen sind bei mir hängen geblieben:

1. Die Macht wechselt zum Nachfrager
Ob Bürger, Kunde oder Mitarbeiter: Unternehmen und Organisationen müssen lernen zuhören, sich zu verändern, sich auf Social Media zu bewegen und zu vernetzen. 
2. Unternehmenskommunikation wird dynamischer
Wie sich die Aufmerksamkeit für ein Thema entwickelt, wird weniger voraussehbar. Das Tempo nimmt zu. Die Intensität durchläuft mehrere Stufen bis zum so genannten Shitstorm, der Eskalation.  Wichtig ist, seine Themen im Social  Web im Auge zu behalten,  um möglichst rasch reagieren zu können. Auch am Wochenende, denn Social Media schläft nie. 
3. Content (Syndication) is King
Anstatt eine endgültige Geschichte nur einmal auf einem einzigen Kanal zu bringen, empfiehlt sie, klassische Kanäle mit Neuen Medien zu verbinden und multimedial zu bespielen. Das heisst, ein Video auf der Website bringen, das Making Of auf Youtube und Fotos auf flickr.

Für viele der Anwesenden wohl beruhigend: Alles, was bisher in der Unternehmenskommunikation gemacht wird, bildet für Marie-Christine Schindler eine gute Basis für Social Media. Es gehe in einem ersten Schritt darum, mitzulesen um zu verstehen. Wie auf einer Party, an der auch nicht alle gleichzeitig in der Mitte stehen und das Wort ergreifen. Und dann in einem zweiten, aktiv zu werden – immer mit der zentralen Frage vor Auge: „Welches Ziel verfolgen wir dabei?“

Cla Martin Caflisch, Vorstand BPRG

Präsentation

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